Piratenpartei - klar machen zum ändern

09. December 2008

Mal was ganz anderes

Für gewöhnlich halte ich nicht viel von Gewinnspielen.  Aber die Macher von sms-lotse.de habe sich mal etwas (für mich) Neues einfallen lassen.

Um an diesem Gewinnspiel teilnehmen zu können, muss man nicht seine kompletten persönlichen Daten in eine Maske hacken und dann damit rechnen zukünftig mehr Besuche von Staubsaugervertretern oder ähnlichem zu bekommen.

Nein.

Bei diesem Gewinnspiel muss man um teilnehmen zu können einen Bericht über eben dieses in seinem Blog veröffentlichen ;)

So wird sms-lotse.de kostenlos den Lesern unterschiedlicher Blogs bekannt gemacht und ich bekomme vielleicht dieses wunderbare HTC Touch HD :)

Weihnachten könnte so schön werden…

Vielen Dank an mygadgetblog.de für den Tipp.

02. December 2008

Der Duft für den Rettungsdienst

Als ich vor ein paar Tagen die Werbung durchschaue musst ich glatt zwei mal hin sehen:

Der Duft der Ihnen den Atem raubt

Wie kann man ein Deo “Apnoe” nennen? Frei nachdem Motto: “Der Duft der Ihnen den Atem raubt”

In wie weit das eine gute Werbung ist weiß ich allerdings nicht :)

11. November 2008

Ich bin ein Verbrecher

Ja ich gebe zu: ich habe mich an meinen Mitmenschen versündigt!
Aber bevor jetzt alle mit dem Finger auf mich zeigen, will ich kurz erklären wie es dazu kam. Jeder Kriminelle kann in Deutschland die Ohrfeige,  welche er im Alter von 9 Jahren von seinem Vater bekommen hat,  weil er im Stehen in die Ecke der guten Stube gepinkelt hat, als strafmildernd anführen. Also erst lesen dann urteilen!

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05. October 2008

Der demografische Wandel

Wir sind es ja schon fast gewohnt, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bepöbelt oder gar bedroht zu werden. So ist man in bestimmten Situationen und an bestimmten Orten von sich aus vorsichtiger.
Es gibt aber Orte und Zeiten, da ist man völlig arglos!

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17. September 2008

HighTech im Pflegeheim

Bei uns im Beritt gibt es Pflegeheim, dass schon seit einiger Zeit durch seine straff organisierte und solide Pflege für Aufsehen sorgt. So hatte der Eigentümer einen Wachkomapatienten aufgenommen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass für die Pflege derartig beeinträchtigter Menschen auch entsprechend qualifiziertes Personal benötigt wird. Der Patient war auf Arbeit verunglückt, was ihn in den “Genuss” einer berufsgenossenschaftlichen Versorgung brachte. Die zahlen richtig viel Geld für die Pflege. Da sind dem Eigentümer des Hauses wohl die Augen übergelaufen.

Für uns hatte das die unschöne Konsequenz diverser, meist nächtlicher, Einsätze der etwas anderen Art. Also jedes Mal ,wenn z.B. das Heimbeatmungsgerät piepte, wurden wir aus dem Bett geklingelt. Mal war es der Stromstecker, der rausgerutscht war, mal die leere Sauerstoffbuddel, die wir wechseln sollten.

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06. September 2008

Was habe ich bloß falsch gemacht?

Je länger ich darüber nachdenke warum ich seiner Zeit mich mal für diesen Beruf entschieden habe, um so mehr kommen mit Zweifel, ob ich damals alle Fakten kannte. In meinem jugendlichen Leichtsinn ging ich davon aus, dass der Beruf des Rettungsassistenten irgendetwas mit “Rettung” zu tun haben könnte. Nun ja ab und zu stimmt das ja auch, aber immer öfter habe ich den Eindruck, wir sind das Taxi für Menschen, welche es einfach verlernt oder nie gelernt haben selbstständig logische und vor allem richtige Entscheidungen zu treffen.

Wie bitte kommt man auf die Idee, den Rettungsdienst zu rufen, weil das Liebe Goldkind ein blaues Auge hat. Natürlich kann man jetzt sagen “stellen dich mal nicht so an, in einer Notfallsituation kann man schon mal unter Stress irrationale Entscheidungen treffen.” Ey, ich bin der letzte, der dafür kein Verständnis hat! Aber wie sieht es denn aus, wenn es keine Notfallsituation (mehr) ist? Wie kann man erklären, wenn ein Kind von neun Jahren um 12 Uhr im Sportunterricht mit dem Auge auf das Knie eines Mitschülers fällt und die Mutter sich erst um 22:30 Uhr Gedanken macht, ob das mit dem dicken, blauen Auge so okay ist?
Was sagt man dieser Frau, wenn sie auf die Frage, warum sie jetzt erst darauf kommt, dass das mal von einem Arzt angesehen werden muss antwortet: “Ich hatte bis eben keine Zeit”? Was soll man dazu sagen? Und was antwortet man ihr, wenn sie auf die Frage warum sie denn nicht selber mit dem Kind zum Arzt fährt, nur mein: “Ich kann den Jungen in dem Zustand nicht alleine fahren!”? Der Bengel war bis auf etwas, für diese Uhrzeit nicht wirklich verwunderlich, Müdigkeit quietschfidel.

Warum denken solche Leute nicht mal daran, was passiert, wenn in der Nachbarschaft ein Kleinkind an einem Bonbon zu ersticken droht und wir mit so einer Scheiße beschäftigt sind? Der nächste RTW braucht dann eben mal 25 Minuten. Und? Mein Junge ist ja mit seinem blauen Auge gut versorgt oder wie?!?

Gleicher Abend anderer Einsatz.
Wie bescheuert muss man sein, wenn man sich um 14 Uhr von einem Kollegen nach Hause bringen lässt, wie uns versichert wurde unter großen Schwierigkeiten, weil plötzlich die Linke Körperhälfte gelähmt ist um sich dann bis um 01:30 Uhr vor den Fernseher zu hängen? Klar muss der zum Arzt! Aber nicht mehr jetzt sondern um 14 Uhr!

Mittlerweile freu ich mich ja schon über alte Damen, denen ich nachts vom Klo wieder ins Bett helfen darf. Die brauchen wenigstens wirklich unsere Hilfe!

26. August 2008

Achtung! Sonntagsfahrer jetzt auch wochentags

Heute war wieder ein Tag zum abgewöhnen! Zum Einen habe ich mit dem NEF einen neuen Wachenrekort aufgestellt: 457 km in einer Schicht und nur mit LüLa (verdammt ich kann mein Buch nicht finden). Und zum Anderen waren heute alle Idioten auf der Straße, die sich sonst nur sonntags raustrauen…

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18. August 2008

Nie wieder Duracell

Wenn im Nachtdienst nicht viel los ist (und das ist selten genug) sitzen wir schon mal abends in der Notaufnahme im Krankenhaus und schnorren einen Kaffee und reden dummes Zeug. Manchmal werden wir dann Zeugen von “Notfällen” die wir sonst niemals hätten mitbekommen, da die Betroffenen den Kreis der Mitwisser aus Scham gerne so klein wie möglich halten wollen. So geschehen in der letzten Nacht.


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16. August 2008

Gott schützt kleine Kinder

… und Besoffene Teil 2
Dieses mal nur anders rum als im Teil 1

“Kleinkind überlebt Sturz aus fünftem Stock in Hamburg

Hamburg (dpa/lno) – Ein zweieinhalbjähriges Kleinkind hat am Sonnabend in Hamburg-Kirchdorf den Sturz aus einem Fenster im fünften Stock überlebt. Nach Angaben der Polizei dämpfte ein Gebüsch den Aufprall. Das Kind sei äußerlich weitgehend unverletzt geblieben, kam aber zur Untersuchung ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.” Quellle

Irre…

15. August 2008

Lieferservice nein Danke…

Im Rettungsdienst hat man ja Zugang zu Bereichen, die anderen (sie sollten sich glücklich schätzen) verborgen bleiben. So wissen viele auch wie die Küche beim Pizzaservice von innen aussieht
Die Lösung heißt selber kochen! Nun nicht alle Rezepte auf kochen-im-nachdienst.de sind weiß Gott der kulinarisch letzter Schluss, aber es geht um kurze Rezepte für den Stressgeplagten Nachtdienstler.
Nett ist die Idee mit der Seite aus zwei Gründen:

  • 1. Man kann sich mal schnell bei völligem Ausbleiben eigener Ideen Anregungen hohlen ohne Bücher mit rum zuschleppen
  • 2. Kann jeder sein Lieblings-Nachtdienst-Süppchen einschicken und andere erfreuen

Witzige Idee

13. August 2008

11880 da werden Sie geholfen..

Mal ein kurzer für Carsten

Leitstelle zu auswärtigem Fahrzeug: “Kommen sie mal über Draht!

Fzg: “Haben sie mal die Telefonnummer für uns?

Leitstelle (ammüsiert): “Frage: schreibbereit?

(pause)

Fzg: “Ja jetzt schreibbereit

Leitstelle (gaaanz langsam zum mitschreiben): “ 1   1   2

11. August 2008

Schön wenn alles klappt

Ich arbeite ja eher in einem ländlichen Bereich. Wenn dann das örtliche Krankenhaus der “maximal” Versorgung etwas nicht bearbeiten kann, verlegt man den Patienten halt einfach in eine Klinik in der nächst größeren Stadt. So kommt es immer wieder vor, dass wir uns in Krankenhäusern wiederfinden, in welchen wir uns auf Grund seltener Anwesenheit nicht so gut zurechtfinden. Und die machen es einem auch echt nicht leicht…

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01. August 2008

Übersinnlich in der Leitstelle

Wir bewegen uns ja öfter zwischen Leben und Tot. Eines der deutlichsten Unterscheidungsmerkmale: Die Lebenden reden und die Toten nicht… meistens!
Ich darf also seit ein paar Tagen wieder retten und brauche schon wieder Urlaub. Am zweiten Dienst nach meiner Zwangspause werden wir auch gleich zum nötigsten alle Notfälle geschickt: Reanimation!


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31. July 2008

“Falsche Notärzte …

Wie unfähige Mediziner Patienten in Gefahr bringen”

Auf der Seite eines Kollegen habe ich den Hinweis auf folgenden ADR Beitrag gefunden.

Und wir werden von solchen Leuten dann als “Sanitäter”, “Krankenwagenfahrer” oder weiß der Geier wie auch immer beschimpft.

Wie oft ich mich mit derartigen Vertretern der Ärzteschaft über das weitere Vorgehen am Patienten streiten musste, damit mal was passiert, kann ich nicht mal mehr zählen.

Wenn ich Augenarzt bin, sollte ich soviel Selbsteinschätzung an den Tagen legen, zu erkennen, dass ich in Situationen außerhalb meines Fachgebietes überfordert bin. (und dann auch mal Hilfe von “Nichtärzten” annehmen)

Aber meistens sind die KV-Ärzte weg, bevor wir eintreffen. So wird die Rettung dann wenigstens nicht noch durch blödes Kompetenzgerangel verzögert…

28. July 2008

Ich kann nichts sehen…

Leitstelle: “Fahren sie mal nach Hintertupfingen in die Dorfstr. 8″ (och nö da waren wir ja noch nie) ” Die Nachbarin von Familie Achmadinischat sagt es ist so weit ER schlägt SIE tot… wieder mal”
Na toll! Da die beiden nur mit Vorsicht zu genießen sind schalten wir unsern Funk auf Polizeikanal und verabreden einen Treffpunkt und rücken gemeinsam zu dem schönen Wohnblock in idyllischer Lage vor.

Nun nicht alle Einsätze sind in ein paar Sätzen erzählt, also lieber noch einen Kaffe hohlen (obwohl Bier oder Korn wohl besser passen). Ich denke aber es lohnt sich :)


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